Nein. Die DIN 18202 beschreibt Maß- und Ebenheitsabweichungen, die bei der Herstellung von Bauwerken im Rahmen üblicher handwerklicher Ausführung entstehen und hinzunehmen sind. Sie ist jedoch keine allgemeine Bewertungsgrundlage für jede später auftretende geometrische Veränderung eines Fußbodens. Verformungen, die sich erst nach der Verlegung infolge materialbedingter, klimatischer oder konstruktiver Einwirkungen entwickeln, sind hiervon zu unterscheiden. Gleiches gilt für Produkttoleranzen, die sich auf einzelne Parkettelemente im Lieferzustand beziehen. Treten an einem bereits verlegten Parkett beispielsweise satteldachartige Aufschüsselungen auf, muss deshalb zunächst deren Ursache geklärt werden. Erst danach lässt sich beurteilen, ob eine werkstofftypische und technisch hinzunehmende Formänderung oder ein darüber hinausgehendes technisches Defizit vorliegt. Ein bloßer Vergleich mit den Ebenheitstoleranzen der DIN 18202 greift hierfür zu kurz.
Foto Region Konstanz