Nicht grundsätzlich. Viele Reinigungsgeräte geben zu viel Wasser auf die Holzoberfläche, auch wenn es unmittelbar abgesaugt wird. Rotierende Pads, Walzen und Gummilippen drücken Feuchte mit spürbarem Druck in vorhandene Fugen, bevor die Absaugung wirksam ist. In Fugen fehlt eine schützende Versiegelung oder ein Ölfilm, das Holz nimmt Wasser dort kapillar rasch auf und quillt oberseitig stärker als unterseitig. Nach der Rücktrocknung entstehen ungleichmäßige Spannungen, sichtbar in konkaven Schüsselungen, Kantenaufstippungen sowie randnahen Wasserrändern und Verfärbungen. Bei höherer oder wiederholter Beaufschlagung steigt das Risiko bis hin zu Ablösungen der Deckschicht oder einer Schwächung der Verklebung. Alkalische Reiniger können die Quellung zusätzlich verstärken und ebenfalls Verfärbungen auslösen. Sicher bleibt nur sehr sparsamer, nebelfeuchter Einsatz auf intakten Oberflächen mit sofortiger Trocknung, besser ist die manuelle Pflege, da hier ein stehender Nässeeintrag vermieden wird.
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